Verkehrssimulation

Im Digitalplan Bayern 2030 nutzt die Staatsregierung datenbasierte Analysen für Innovationen und fundierte Entscheidungen. Seit 2009 erstellt das Referat Verkehrsmanagement Mikrosimulationen, um Verkehrsflüsse detailliert zu analysieren. Diese Simulationen helfen, Verkehrssteuerungssysteme wie intelligente Ampeln zu optimieren, Infrastrukturprojekte wie Kreisverkehre besser zu planen und umweltfreundliche Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu entwickeln. Zudem visualisieren sie Projekte anschaulich für die Öffentlichkeit, etwa bei Bürgerversammlungen. So fördert Bayern eine moderne, nachhaltige Verkehrsinfrastruktur, die Lebensqualität und Wirtschaftskraft stärkt.


Landesverkehrsmodell Bayern

Für die Verkehrsplanung und -steuerung ist es entscheidend, die Auswirkungen verschiedener Szenarien, wie neue Baugebiete, Umgehungsstraßen oder Preisänderungen im ÖPNV – präzise zu prognostizieren. Das Landesverkehrsmodell Bayern (LVM-By), eingeführt 2018, bildet als digitaler Zwilling das Mobilitätsgeschehen im Freistaat ab. Es integriert rund 300.000 km Straßen und 4 Millionen Kilometer ÖPNV-Netz, aufgeteilt in über 7.000 Verkehrsbezirke in Bayern, Deutschland und Europa. Mit aktuellen Verkehrszählungen und Daten aus der Studie „Mobilität in Deutschland“ ermöglicht das Modell gerichtsfeste Prognosen bis 2045. So können Verkehrssituationen, Schwachstellen und Trends frühzeitig erkannt werden. Das Modell wird kontinuierlich weiterentwickelt und berücksichtigt künftig auch Radverkehr und Umwelteinflüsse. Regionale Datenbefragungen, etwa in Bayern mit 20.000 Haushalten, sorgen für eine verbesserte Datengrundlage und unterstützen Verwaltung und Politik bei nachhaltigen Verkehrsentscheidungen.